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JAKOBSKREUZKRAUT

JAKOBSKREUZKRAUT

Im September 2017 hat die Gruppe FDP/BU einen Antrag zur Bekämpfung des Jakobskreuzkrautes eingereicht.
Dieser wird erstmaig im Umweltausschuss am 16.10. beraten.
Fragen hierzu richten Sie bitte an:
Tanja Kühne, t.kuehne(at)fdp-heidekreis-online.de

Antrag: Jakobskreuzkraut auf Kreisebene bekämpfen

Betrifft: Antrag zur Beratung im Kreistag:
Erarbeitung eines kreisweiten Managementplans zur Bekämpfung der Ausbreitung von Jakobskreuzkraut

 

 

 

 

Der Kreistag möge beschließen:

1. Die Kreisverwaltung wird aufgefordert, sofort in den Kommunen dafür zu sorgen, dass Abfallbehälter (Tonnen) nach dem Vorbild Wietzendorf aufgestellt werden, damit Betroffene gerodete Jacobskreuzkrautpflanzen sachgerecht entsorgen können.

2. Die Kreisverwaltung Heidekreis wird aufgefordert, einen Managementplan für eine wirksame Regulierung von Kreuzkräutern zu entwickeln, umzusetzen und nachzuverfolgen.

3. Der Managementplan ist unabhängig von einer Bewirtschaftung eigentumsübergreifend unter Beteiligung von Vertretern der Eigentümer und Bewirtschafter sowie der Abfallwirtschaft und anerkannter Naturschutzverbände aufzustellen und dem Kreistag zur Beratung in der ersten Jahreshälfte 2018 vorzulegen.

4. Der Managementplan hat sich nutzungsunabhängig u.a. mit Maßnahmen des nachhaltigen Zurückdrängens der Pflanzenart auch durch wendende Bodenbearbeitung und der fachgerechten Entsorgung entnommener Pflanzen auseinanderzusetzen.

Begründung:

Kreuzkräuter, insbesondere das Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea, JKK), stellen bei weiter unregulierter Ausbreitung eine Gefahr für Tier und Mensch dar. Die im JKK enthaltenen Pyrrolizidin-Alkaloide (PA) sind hochgiftig. Tiere nehmen sie bei der Nahrungsaufnahme auf; Menschen unbedacht bei ungeschütztem Berühren (Pflücken) mit der Hand oder über Biotees oder Honig. Der Stoff reichert sich unumkehrbar in der Leber an, und kann bei entsprechenden Mengen der Aufnahme zu Organversagen führen.

Die Ausbreitung ist für jeden Bürger an Straßenrändern, auf Kompensationsflächen und auf Naturschutzflächen wahrnehmbar. Gerade diese Flächen stellen aufgrund fehlender Bewirtschaftung eine potenzielle Gefahr für die Ausbreitung und damit das zunehmende Eindringen auf Flächen dar, die für die Futterwerbung und damit letztendlich für die menschliche Ernährung genutzt werden. Da die ungenutzten Flächen stetige Saatquelle für das JKK sind, sind diese Flächen zwingend in die Planung von Maßnahmen einzubeziehen. Schon jetzt kann festgestellt werden, dass ein Regulierungskonzept flächenübergreifend angewendet werden muss und bei der nachsorgenden Behandlung der Pflanzen zwingend die Verbreitungswege der PAs zu unterbrechen sind.

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