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DER WOLF

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Positionspapier: Wölfe in der Kulturlandschaft

Bei allem guten Willen, dem Wolf ein Bleiberecht einzuräumen, kommt es überall, wo sich Wölfe in der Nähe von Menschen und ihren Tieren aufhalten, zu Konflikten. Wölfe, die nicht lernen, vor Menschen Respekt zu haben und sich unseren Tieren und Häusern nähern, können schnell zu einer Gefahr werden und großen Schaden anrichten. Der Verlust einzelner Tiere mag mit Geld entschädigt werden können, diese Tiere sind aber mehr als nur ein Geldwert. So hängt der Landschaftsschutz, der Erhalt von seltenen Biotopen und die Pflege der Deiche für den Hochwasserschutz von Schafen und Ziegen ab. Viele bedrohte Pflanzen und Tiere werden verschwinden, wenn diese Biotope nicht gepflegt werden. Die artgerechte Haltung von Pferden und Kühen auf der Weide wird ebenfalls durch Wölfe bedroht und damit unsere offene Landschaft, die der Erholung der Menschen dient.
Wer Tiere und unsere Landschaft liebt, wird sich daher mit uns dafür einsetzen, dass sowohl die im Pferde- und Viehzüchterland Niedersachsen übliche Weidewirtschaft wie auch die Pflege von seltenen Biotopen und Deichen mit Schafen und Ziegen, die durch Wölfe bedroht werden, weiterhin möglich sind.
Wir wollen
•    Die Menschen und ihre Haustiere schützen,
•    die der menschlichen Fürsorge anvertrauten Nutztiere schützen,
•    die Tiere schützen, die unsere Landschaft pflegen,
•    bedrohte Tierarten und seltene Nutztierrassen besonders schützen.
und das sind die Maßnahmen, die wir fordern:
•    Wolfsfreie Zonen für Menschen und Weidetiere,
•    Erstattung aller Kosten für Maßnahmen zum Schutz von Nutztieren, Aufhebung der Begrenzung für Fördergelder,
•    Rechtsanspruch auf Ausgleich der durch Wolfsrisse verursachten Schäden in voller Höhe,
•    Zügige Entnahme auffälliger „Problemwölfe“,
•    Aufnahme der Wölfe in das Jagdrecht bei gleichzeitiger Freihaltung der Jagdpächter von Ansprüchen aufgrund der Schäden, die die Wölfe verursachen,
•    Überwachung (Monitoring) der Wölfe unter besonderer Beachtung des Risikos einer Wiedereinführung von Tollwut aus Ost- und Südeuropa.
Die Aufnahme der Wölfe in das Jagdrecht eröffnet die Möglichkeit bei gegenwärtig vollem Schutz der Wölfe bei Erreichen der von der EU als ausreichend angesehener Bestandsgröße oder bei Tollwutausbruch sofort handeln zu können.

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